Warum wir codary gegründet haben!

Als ich in die 8. Klasse ging, wurde der „Informationstechnische Grundkurs“ als Wahlpflichtfach an meiner Schule angeboten. Ich war neugierig auf das Fach und entschied mich dafür, es zu belegen. Freiwillig! Ich kann mich bis heute darin erinnern, wie enttäuscht ich von dem Fach war. Warum? Weil ich erwartete, Programmieren zu lernen. Ein passenderer Name für das Fach wäre eher „Beschäftigungstherapie“ gewesen. Ein Beispiel: Uns wurde ein ausgedrucktes Dokument gegeben und wir sollten den Text in Microsoft Word abtippen und die Datei möglichst so aussehen lassen wie das ausgedruckte Dokument.

Natürlich habe ich das Fach nach dem ersten Semester direkt abgewählt. Trotzdem hatte ich für das zweite Semester für das Fach eine 2 auf meinem Zeugnis stehen – mein Lehrer hatte nicht realisiert, dass ich das Fach abgewählt hatte, vermutlich weil er selber kaum anwesend war.

Auch acht Jahre nachdem ich die Schule beendet habe, überlassen wir es in Deutschland noch viel zu häufig Glück und Zufall, ob Kinder und Jugendliche Programmieren lernen. Aber Programmieren ist eine der Fähigkeiten, die jeder junge Mensch heutzutage erlernen sollte. Nicht jede/r muss später “Full Stack Developer” sein. Aber Grundkenntnisse des Programmierens sollten zur Allgemeinbildung gehören. Weil sie unser Leben alltäglich beeinflussen, wenn wir unser Smartphone nutzen, wenn wir auf Social Media unterwegs sind, oder wenn wir uns auf einen Kredit oder einen Job bewerben. Und weil Programmiersprachen nicht nur für Informatiker*innen wichtig sind. Sondern auch für Ingenieur*innen, Statistiker*innen, Ärzt*innen, Journalist*innen, Grafikdesigner*innen und, und, und.

Aus diesem Grund habe ich mit Antonia Schein und Nikolaj Bewer codary gegründet. Um Programmieren als Hobby zu etablieren, denn wie Dorothee Bär vor kurzem schrieb: „Ein Fußballprofi wird man auch nicht durch bloße Teilnahme am Sportunterricht. Sondern durch zusätzliches Training“.

Mit codary wollen wir Programmieren zum „Breitensport“ machen und die Grundlage für die Programmierprofis von Morgen legen!

Amanda Maiwald, Co-Gründerin von codary

Wie machen wir das? Mit wöchentlichen Live Sessions im Videochat. Um bei der Fußballanalogie zu bleiben: Bei uns “trainieren” die Jugendlichen nicht alleine, sondern mit Coach in einer Gruppe. Jede Woche, 90 Minuten. Warum? Weil es in der Gruppe mehr Spaß macht. Und es sich mit Coach besser lernt und man nachfragen kann.

Über Amanda

Amanda ist Co-Gründerin und verantwortlich für das Business Development und die Produktentwicklung von codary. Amanda hat Wirtschaft und Informatik an der Technischen Universität und der Humboldt Universität in ihrer Heimatstadt Berlin studiert. Nebenbei hat sie mehrere Jahre als Werkstudentin im Business Development bei dem Startup CleverShuttle und danach in der App Entwicklung bei der Deutschen Bahn Connect gearbeitet. Amanda zieht es immer wieder in die Ferne, zuletzt nach Nepal, um zum Everest Base Camp zu wandern. In Berlin ist Amanda häufig beim Kickbox-Training zu finden. Mit codary möchte sie den Programmierunterricht anbieten, den sie sich als Jugendliche gewünscht hätte.